Containerschiff Monte Rosa

Erste Überlegungen zum Bau dieses Schiffes gehen in das Jahr 1992 zurück. Aufgrund der riesigen Abmessungen (Länge 184cm) und der zu erwartenden Probleme in jeglicher Hinsicht (jedes Einzelteil muß selbst angefertigt werden, Rumpfbau, Abmessungen, ...) konnte ich mich erst zwei Jahre später zum Bau durchringen und brachte mein Anliegen der Bauwerft Schichau Seebeckwerft in Bremerhaven vor. Eigentlich völlig überraschend erhielt ich kurze Zeit später ein Paket mit Bauplänen.
Daraufhin konnte mit dem Bau des Rumpfes begonnen werden. Mangels Erfahrung zog sich dieser Part über einen Zeitraum von zwei Jahren hin.
Nachdem Rumpf, Deck und die Aufbauten im Groben standen, hatte ich den Wunsch, das Original einmal zu besichtigen. Auch hier stellten sich keinerlei Probleme in den Weg. Ganz im Gegenteil: ich konnte das Schiff sogar im Trockendock besichtigen. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Reederei Hamburg-Süd, die den Besuch ermöglichte.
An diesem Tage sind knapp 350 Fotos entstanden. Allerdings vermischten sich an diesem Tag Freude und Entsetzen. Freude über die Besichtigung und Entsetzen über all die Dinge, die auf keiner Zeichnung verzeichnet waren. Kleinteile über Kleinteile.
Die Frage von Freunden, wann ich denn fertig sein werde, beantworte ich schon seit Jahren mit "Ende des Jahres". Mal sehen, wann es nun wirklich soweit sein wird.

 

Technische Daten
  Original Modell
Baumaßstab 1:1 1:100
Baujahr 1981 1994 - 200?
Länge über alles 184,9 m 184,9 cm
Größte Breite 28 m 28 cm
Seitenhöhe vom Kiel bis Peildeck 35 m 35 cm
Tiefgang 10m 7-9 cm
max. Tragfähigkeit 23520 t ???
Vermessung 21867 BRT ???
Containerkapazität unter Deck 746 TEU 0 TEU
Containerkapazität über Deck 304 TEU 304 TEU
Containerkapazität gesamt 1050 TEU 304 TEU
Hauptantrieb 10600 KW  

 

Modellspezifische Details
Gewicht: Leer: 12kg, mit Akkus: 22kg, mit Ballastwasser: ca. 30-32kg (im Rumpf ist ein Ballastwassertank eingebaut, der sich beim Zuwasserlassen mit Wasser füllt, nur so ist ein passabler Tiefgang erreichbar)
Stromversorgung: 5 Bleiakkus 6V/10Ah
Motor: VDO-Industrie-Motor mit 3000U/min
Schiffsschraube: 4-blättrig, Einzelanfertigung (Wiessalla)
Beleuchtung: ca. 150 Glühlampen und 6 LED-Ketten (Meyerhofer)
Beschriftung: Aufreibebuchstaben, Einzelanfertigung
Besatzung: 10 Preiser-Figuren

 

Links
Originalfotos
Beleuchtung des Modells
Ältere Fotos vom Entstehen des Modelles
Beschreibung des Rumpfbaus

 

Weitere Infos zum Original
Die Monte Rosa wurde zusammen mit ihrem Schwesterschiff Monte Cervantes im Dezember 1981 von der Schichau Seebeckwerft in Bremerhaven an die Reederei Hamburg-Süd ausgeliefert.
Im August 1996 (also genau zu dem Zeitpunkt meiner Fotoaufnahmen im Trockendock) wurde der große Gantrykran entfernt, das Schiff in Columbus Canterbury umbenannt und lief für ein Jahr unter liberianischer Flagge. Ab Februar 1997 fuhr es unter der Flagge Monrovias weiter.
Im Dezember 2002 ging das Schiff nach Rio de Janeiro und erhielt (vermutlich in diesem Zuge) wieder zwei Ladekräne an Deck. Der Schiffsname wechselte abermals, seither ist das Schiff unter dem Namen Alianca Urca unterwegs.

 

Fotos

Gesamtansicht noch ohne Lackierung.

Für den Rumpf wurde zunächst eine Urform aus Styrodur und Spachtelmasse hergestellt, über der dann eine zweiteilige Negativform aus Polyesterharz laminiert wurde. In der Negativform entstand schließlich der endgültige Rumpf.

Weitere Infos zum Rumpfbau

Blick auf das Backdeck.

Die Decks bestehen aus einer eingeharzten Sperrholzplatte von 6mm Stärke auf die dann doppelseitig kupferkaschiertes Platinenmaterial aufgeklebt wurde. Der Decksbereich besteht dabei aus 0.5mm dicken Platten und die Aufbauten aus 1.5mm dicken Platten. Das Platinenmaterial hat eine enorme Formbeständigkeit und läßt sich sehr einfach verarbeiten und -fast der wichtigste Punkt- schnell miteinander verlöten.

Die Monte Rosa und ihre Schwesterschiffe verfügen über einen sehr markanten Schornstein auf dem Aufbau.
Dieser Schornstein verleiht dem Schiff die besondere Note, die letztlich für den Bau genau dieses Schiffes für mich ausschlaggebend war.

Nahezu alle Ausrüstungsgegenstände bestehen aus Alu oder Messing. Lediglich die großen Lukendeckel und die äußeren Containerstützen sind aus Kunststoff gefertigt.

Kleine Containerplattform für Versorgungsgüter.

Damals waren noch große Aufbauten "in".
Diese Containerstützen befinden sich auf beiden Seiten des Schiffes und nehmen bei entsprechender Auslastung des Schiffes die äußersten Container auf.
Diese Stützen waren der reinste Horror für den Nachbau. Insgesamt bestehen die Stützen mit den zugehörigen Laufstegen auf beiden Seiten aus insgesamt etwas mehr als 1200 Einzelteilen!

rechts:
hier sind auch die Lüfter (rund und eckig) am Süllrand zu erkennen.

links:
Hier ist bereits das Backdeck in lackierter Ausführung zu sehen. Die Poller sind bereits alle am Platz und auch die beiden Ankerwinden.

rechts:
Die drei vorderen Lukendeckel sind fertig. Die gelben Zapfen dienen der sicheren Führung beim Stapeln der Lukendeckel

rechts:
Blick auf Ankerwinde und Kettenstopper
links:
zwischen den einzelnen Containerschächten (Bays) sind Laufstege zu finden, in denen eine Menge Kleinkram "rumsteht": unzählige Lüfter, Reeling und Staukästen für die Containerzapfen.
rechts:
Blick von achtern auf den Aufbau mit seinem Kran
links:
Einstieg in den Maschinenraum.

rechts:
Blick auf die Decks und das Schwimmbecken. Gut zu erkennen ist hier auch die Reeling.
links:
Die beiden roten Gebilde dienten der Befestigung des bordeigenen Containerkrans. Dieser Kran ist mittlerweile nicht mehr an Bord.
links:
Die Schaukel war auf dem Original wirklich vorhanden!

links:
rege Unterhaltung von zwei Besatzungsmitgliedern.

rechts:
der Proviantkran und (schwach zu erkennen) ein Besatzungsmitglied auf der Treppe.

Blick auf die Innenseite des Schanzkleids am Heck des Schiffes. Die Trossenklüsen bestehen aus zwei zusammengelöteten und etwas gestauchten Hohlnieten.  
links:
Blick von achtern auf den oberen Teil des Aufbaus

rechts:
Die Schiffsschraube

Weitere Fotos:
 

 

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