ROCO WLANmaus mit Rocrail nutzen

Vorwort

Da ich seit vielen Jahren meine Ausstellungsplatten mit der Roco Multimaus und  Rocrail fahre, wollte ich nun mal die neue kabellose WLAN-Multimaus ausprobieren.

Durch ein recht günstiges Angebot von  SMDV erwarb ich eine solche schwarze WLANmaus.

 

 

Um es vorweg zu nehmen

Die Integration in Rocrail und die Bedienung sind genial, da einige Dinge anders gehandhabt werden, als mit der normalen Multimaus. Dies liegt vor allem daran, dass die WLANmaus nicht an die Roco-Zentrale angebunden wird, sondern als Zentrale in Rocrail. Auch wenn man zwei Zentralen nutzt, um Schalten und Fahren voneinander zu trennen, können über einen Kniff beide Zentralen von der WLANmaus angesteuert werden und man hat somit die Möglichkeit, mit einer WLANmaus sowohl Fahr- als auch Schaltbefehle an die Anlage zu senden.

Doch wo Licht, da auch Schatten…

Die WLANmaus ist mit 170g eine ganze Ecke schwerer als die normale Multimaus mit ihren 130g.

Logischerweise hat die WLANmaus eine andere Energiequelle: Batterien. Derzeit kann ich noch nicht sagen, wie lange die Batterien halten, ich werde dies auf der nächsten Messe austesten.

Die WLANmaus muss sich in das WLAN einbuchen. Hierzu ist die Eingabe des Passwortes notwendig. Und das macht bei dem Display der WLANmaus wirklich keinen Spass, da zahlreiche Buchstaben und Zahlen, in Groß- und Kleinschreibung nur schwer zu unterscheiden sind. Zum Glück braucht man die Eingabe in der Regel nur einmal vornehmen, wenn man nicht, wie ich, zu Hause und auf Messen unterschiedliche SSIDs hat…

Erster Erfahrungsbericht
Im ersten dauerhaften Betrieb auf den Lipper Modellbautagen hat sich leider gezeigt, dass die WLAN-Verbindung alles andere als stabil ist. Das bedeutet, dass die Verbindung bei intensiver Benutzung häufig für mehrere Sekunden abbricht. In dieser Zeit sind die Loks nicht mehr steuerbar und laufen dann gerne auf Prellböcke auf oder verlassen unerlaubt ihren Rangierbereich.

Die Batterien halten ca. 5h bei mäßiger Nutzung. Das Display zeigt dann plötzlich wirre Zeichen an und beendet kommentar- und vor allem ankündigungslos den Betrieb. Mit den gleichen Konsequenzen wie oben geschildert. Das Display hat eigentlich ein Segment zur Signalisierung des Batteriestandes. Das baldige Ende der Batterielebensdauer wird hier jedoch nicht gemeldet. Endgültig abschalten lässt sich die Maus so aber auch nicht. Sieht eher nach einen Absturz aus, wenn die Batteriespannung zu niedrig wird.

Hier muss noch ein Update der WLANmaus her, so ist die WLANmaus absolut nicht brauchbar, da viel zu unzuverlässig.

Vorbereitung der WLANmaus

Zur Einbindung in Rocrail müssen wir die WLANmaus zunächst auf ihren Einsatz vorbereiten:

Als erstes müssen wir uns in das WLAN einbuchen. Beim ersten Einschalten zeigt das Display “SSID?”. Dies mit der OK-Taste bestätigen. Anschließend bei der Displayanzeige “SUCHEN” ebenfalls mit der OK-Taste bestätigen. Es wird nun nach den vorhandenen WLANs gesucht. Hier pickt man das richtige mit Hilfe der beiden Links- und Rechts-Tasten heraus und bestätigt mit der OK-Taste. Nun zeigt das Display “PWD?” an und man gibt das Passwort des WLANs ein. Dies kann, wie schon gesagt, zur Qual werden. Das Handbuch der WLANmaus zeigt auf Seite 7 sehr schön auf, was man wie drücken muss, um ein bestimmtes Zeichen eingeben zu können.
Die Wahl eines einfachen, kurzen Passwortes wirkt hier zwar Wunder, erleichtert es anderen aber auch, sich auf ebenso einfache Art bei Ihnen einzuloggen.
Hat man alles richtig gemacht, wird aus dem blinkenden Antennensymbol rechts oben im Display der WLANmaus ein dauerhaft leuchtendes.

Ob die WLANmaus ihre IP-Adresse von einem DHCP-Server bekommt oder Sie die IP-Adresse in der WLANmaus fest vergeben, ist für den weiteren Ablauf nicht von Belang.

Über den Menüpunkt “EINSTELLUNGEN – WLAN – Z21-IP-ADRESSE” muss nun noch die IP-Adresse des Rocrail-Servers eingegeben werden. Sonst weiß die WLANmaus nicht, wohin sie ihre Daten senden soll.

Damit sind die Vorbereitungen der WLANmaus abgeschlossen.

Vorbereitung von Rocrail

Als erstes müssen wir eine neue Zentrale in Rocrail eintragen. Dies geschieht über den Menüpunkt “Datei – Rocrail Eigenschaften”.

 

 

 

 

 

Im Fenster wählen wir dann den Reiter “Zentrale” aus. In der Liste “Neu” wird der Zentralentyp “wmz21” ausgewählt und durch Klick auf “Hinzufügen” der Liste der Zentralen hinzugefügt.

Wichtig ist, dass diese Zentrale an erster Stelle steht. Ist dies nicht der Fall, müssen entweder die anderen Zentralen zuvor gelöscht werden oder man vertauscht die Zentralen direkt in der Rocrail.ini. Dies setzt voraus, dass Rocrail nicht läuft.

Nachdem die Zentrale angelegt wurde, klickt man die Zeile an und klickt auf die Schaltfläche “Eigenschaften”.

Nun öffnet sich das Fenster mit den Eigenschaften der Zentrale.

An dieser Stelle trägt man einen sinnvollen und aussagefähigen Namen ein. Im Feld “A2ID Präfix” könne wir z.B. “W” eintragen. Warum erkläre ich später. Die Adressierung stellen wir auf “A2ID”.

Das Feld “Ziel” lassen wir leer, damit Rocrail die Informationen der WLANmaus an alle Zentralen verteilt.

 

 

 

 

Übertragen der Lokomotiven auf die WLANmaus

Um jetzt unsere Lokomotiv-Adressen nicht von Hand in die WLANmaus eingeben zu müssen, können die Lok-Einträge von Rocrail übertragen werden. Hierzu bedarf es jedoch ein wenig Vorarbeit.

Bei allen zu übertragenden Loks muss die Kurzkennung eingegeben und aktiviert sein. Dies geschieht im Reiter “Allgemein” der Lokomotiv-Tabelle.

 

Abschließend können über den Menüpunkt “Datei – Steuerung – Kurz-Kennung übertragen” alle Lokomotiven auf die WLANmaus übertragen werden. Voraussetzung hierfür ist, das die Maus in den Empfangsmodus versetzt wurde.

Nun sollte sich eine Lok mit Hilfe der WLANmaus steuern lassen.

 

 

 

 

Ansteuern von Weichen etc.

 

 

 


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