Dekoder und andere elektronische Komponenten

IMG_6414An dieser Stelle beschreibe ich die  von mir eingesetzten elektronischen Komponenten auf den Eisenbahn-Modulplatten.

 


Weichenantriebe

Da die von mir verwendeten Weichen von Tillig nur sinnvoll mit einem motorischen Antrieb betrieben werden können, hatte ich zunächst die Motorweichenantriebe von Conrad electronic im Einsatz (linkes Bild). Die Qualität der Antriebe ist durchwachsen. Man sollte daher ein paar mehr bestellen, als man tatsächlich benötigt… Aus meiner Sicht ist der Stellbalken das größte Manko: dieser sitzt zu locker. Daher hatte ich einen kleinen Streifen Polystyrol (ca. 0,3mm) oben aufgeklebt. Damit sitzt der Balken etwas fester. Desweiteren ist die Stellgeschwindigkeit für einen Motorantrieb sehr hoch, der Antrieb knallt von einer Lage in die andere. Hierdurch kommt es teilweise zu einem leichten Zurückfedern wodurch die Weichenzunge ggf. nicht mehr fest anliegt.

Insgesamt betrachtet weist der Antrieb jedoch erstaunlicherweise eine relativ hohe Zuverlässigkeit auf, wenn man anfangs die schlechten ausselektiert hat. Da ich auf Ausstellungen die Eisenbahn-Modulplatten jedoch auf vorhandene Tische lege, ist der Ausfall eines Antriebs während einer Messe nur mit hohem Aufwand zu korrigieren.

Ich habe mich daher entschlossen, die Conrad electronic -Antriebe vollständig auszubauen und durch die MP1-Antriebe von  MTB Model  zu ersetzen. Diese Antriebe laufen sehr viel langsamer in die jeweilige Endlage und sind erheblich leiser. Da der Antrieb erst sehr kurz auf dem Markt ist, liegen nur wenige Berichte zum Langzeitverhalten vor. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit einer sehr präzisen Feinjustage des Stellbalkens. Nach mittlerweile einigen Messen und Ausstellungen mit diesem Motor kann ich ein positives Fazit ziehen. Die Antriebe laufen einwandfrei.

Signaldekoder

Bei  digital-bahn.de  ist ein kleiner Dekoder (LED-Dekoder) erhältlich, der 10 Ausgänge für LEDs besitzt. Hierzu gibt es zahlreiche fertige Programme, die diesen Dekoder z.B. in einen Signaldekoder verwandeln. Hierbei gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Varianten (verschiedene Signaltypen, unterschiedliche Ländervarianten usw. usw.).

Der Dekoder kann nach Druck auf die Programmiertaste auf einfachste Art und Weise programmiert werden, um bei einer bestimmten Adresse das richtige Signalbild zu erhalten.

Neben der Größe der Platine sind die flexible Nutzbarkeit und der Preis unschlagbar. Fällt z.B. ein Signal weg, kann der Dekoder auch für vollkommen andere Zwecke umprogrammiert und genutzt werden.

Universaldekoder

Für die Ansteuerung von Straßen- und Hausbeleuchtungen habe ich ebenfalls den LED-Dekoder im Einsatz.

Weichendekoder

Auf den Eisenbahn-Modulplatten kommt derzeit ein Weichendekoder Weichzwei von  digital-bahn.de  zum Einsatz. Große Vorteile dieser Dekoder sind die Größe, der Preis und der sehr geringe Stromverbrauch. Außerdem können sie individuell programmiert werden.

Die Dekoder sind allerdings nur als Platine bzw. als Bausatz erhältlich. Die notwendigen Mikrocontroller müssen selbst mit dem passenden Programm programmiert werden, bzw. kann dieser Baustein auch fertig programmiert bezogen werden. Der Bau setzt Kenntnisse in der SMD-Technik und entsprechendes Werkzeug (zumindest einen kleinen Lötkolben) voraus. Ansonsten ist der Selbstbau aber kein Hexenwerk.

Blinklichter

Auch für Fahrzeuge und deren Blinklichter (Blinker, Rundumlicht, Frontblitzer, Blaulicht usw.) bietet – wie könnte es ander sein – auch  digital-bahn.de  einen eigenen Dekoder an, der jedoch nicht über Digitalsignale gesteuert werden kann, sondern “nur” autark arbeitet. Nichtsdestotrotz ein sehr empfehlenswerter Dekoder, den ich bereits dutzendfach verbaut habe. Per Tastendruck kann aus mehr als 30 verschiedenen Blinkprogrammen ausgewählt werden.

Interface zur PC-Anbindung

Um die Anlage und die Zentrale mit dem PC verbinden zu können, kommen bei mir zwei Lenz Elektronik -PC-Interfaces zum Einsatz. Diese verfügen über jeweils einen Netzwerkanschluß und eine Xpressnet-Buchse.

Da in einer  Roco  Multimaus-Umgebung bei Kurzschluss immer alle Booster abschalten, teilte ich die Steuerung in Fahrstrom und Lichtstrom auf. Sollte nun einmal eine Lok auf eine falsch gestellte Weiche auflaufen und damit einen Kurzschluss verursachen, kann ich mit dem Lichtstrom immer noch die Weiche umstellen und anschließend mit der Lok weiterfahren.

Derzeit laufen Überlegungen, die vorhandenen Komponenten durch eine Zentrale von Digikeijs zu ersetzen. Diese hat alle notwendigen Schnittstellen bereits an Bord (Ethernet, Loconet, Expressnet, etc.). Desweiteren lassen sich die Booster hinsichtlich ihres Abschaltverhaltens einzeln programmieren, wodurch ich den Aufwand beim Digitalmodul erheblich reduzieren könnte.

 


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